1E Drache erwache

Drache erwache

 

Die drei unlösbaren Aufgaben

Es war einmal vor langer, langer, Zeit ein lustiger Müller, der mit seinem Kater, seiner Frau und seiner Tochter an einem Bach mit frischem Quellwasser wohnte.

Plötzlich wurde seine Frau krank und immer schwächer, bis sie schließlich starb. Jahre später verschwand seine Tochter spurlos im Dickicht des nahe gelegenen Waldes.

Noch am selben Tag kam der Teufel höchstpersönlich und sprach zum Müller: „Wenn du deine bildhübsche Tochter wiedersehen willst, musst du die drei unlösbaren Aufgaben lösen.“ „Was sind denn die Aufgaben?“, fragte der ratlose Müller. „Erstens musst du den unbezwingbaren Berg bezwingen, zweitens den unzähmbaren Drachen zähmen und drittens meine unauffindbare Höhle finden.“ Kurz darauf verschwand der Teufel.

 

Sofort machte sich der Müller auf den Weg. Einige Zeit später kam er am Fuße des Berges an. Nach drei Stunden hatte er den Berg bezwungen, doch es erwartete ihn eine böse Überraschung. Ein Drache brüllte ihn an, aber der Müller blieb gelassen, was ihm schwer fiel und den Drachen verwirrte. Der lustige Mann fragte: „Was ist denn los, Drache? Wieso bist du so wütend?“ Das schuppige Tier antwortete: „Ach, ich bin auf einen Ast gestiegen, der an meinem Fuß hängen blieb, und ich kann ihn einfach nicht herausziehen!“ „Lass mich dir helfen“, sprach der Müller zum Tier. Nach wenigen Minuten war der Ast heraußen und der Müller und der Drache wurden Freunde. „Wie kann ich mich bloß bei dir bedanken?“, erkundigte sich der Drache. „Weißt du, wo die Höhle des Teufels ist?“, fragte der Müller hoffnungsvoll. „Nein, aber ich kann seiner Fährte folgen“, antwortete sein tierischer Begleiter. „Danke, du bist ein echt guter Freund.“ Später sahen sie den Teufel auch schon, wie er zu seiner Höhle schlich. „Setz mich bitte dort drüben ab“, bat der Müller den Drachen. „Dein Wunsch ist mir Befehl!“, rief der grüne Drache. Der Müller lief zur Höhle, wo sich der überraschte Teufel umdrehte: „Du hast alle meine Aufgaben geschafft, also bekommst du deine Tochter zurück.“ Leise fügte der Teufel hinzu: „Aber jetzt werde ich wieder so alleine sein.“ Dem Müller tat der Teufel leid, und so sprach er zu ihm: „Komm doch mit uns!“ Der Teufel war begeistert von der Idee und Jahre später lebten sie wie eine richtige Familie zusammen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann stellen sie sich noch heute gegenseitig Aufgaben!

 

Text: Heidi Risslegger 1E

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